japanisches Mövchen, gescheckt

japanisches Mövchen, gescheckt

japanisches Mövchen, gescheckt

japanisches Mövchen, gescheckt


Japanisches Mövchen

 

Japanisches Mövchen (Lonchura striata var.domestica)


Allgemeines: Das Japanische Mövchen ist ein domestizierter Prachtfink, welcher sehr wahrscheinlich vom Spitzschwanz Bronzemännchen(Lonchura striata swinhoei) abstammt.Es ist der älteste domestizierte Kleinvogel überhaupt. Das Jap. Mövchen wurde in China gezüchtet. Seine Urväter sind außerdem verschiedene, südostasiatische Prachtfinkenarten. Von China kam es nach Japan und dann vor ca. 100 Jahren nach Europa. Hier wurden dann verschiedene Nonnen- und Bronzemännchenarten eingekreuzt. Festgestellt wurde dies durch DNA Analysen an Museumsbälgen, die dafür Federn lassen mussten. Es gibt viele Farbmutationen und vor allem in Japan viele Haubenformen. Mischlinge aus Verpaarungen mit anderen Lonchura Arten sind häufig fruchtbar.

Haltung: Kann im Schwarm gehalten werden. Alle Geschlechter sind untereinander verträglich. Es gibt kein Revierverhalten. Niemals Einzelhaltung. Sie schlafen gerne in geschlossenen Nester, die mit Kokosfasern, Heu usw. ausgepolstert werden. Vergesellschaftung auch mit Kanarien möglich. Jedoch sollten wenigstens 2 Japanische Mövchen vorhanden sein. Das Geschlecht spielt keine Rolle. Volierenhaltung im Sommer möglich. Mindestmaße Käfig/Zimmervoliere LxBxH: 80 x 70 x 70. Ausreichend für 4 Tiere. Die Voliere sollte mit Naturästen ausgestattet sein. Äste von Obstbäumen bevorzugt. Bitte vorher mit kochendem Wasser übergießen und gründlich abschrubben. Möglichst in verschiedenen Dicken, damit die Vögel Fußgymnastik machen. Viel Tageslicht und frische Luft, im Winter eine Birdlampe installieren, die ein Tageslichtspektrum hat. Die Tiere können bei schönem Wetter auch ins Freie. Aber niemals in die pralle Sonne,immer für Schatten sorgen. Sehr empfindlich sind sie gegen Zugluft. Also beim Lüften immer aufpassen und die Voliere abdecken.

Futter: Exotenmischung, halbreifes Getreide wie Dinkel, Weizen, Hirse( Hühner- oder Fadenhirse ), Keimfutter, Eifutter ( Brutzeit und Mauser ), Grassamen, Vogelmiere, Körner aus Gurken, ungespritztes Obst, Kräuter, Löwenzahn, Vogelgrit, fisches Wasser.

Brut: Brut nur in Paarhaltung möglich, weil sonst alle Tiere im gleichen Nest brüten wollen, was zu Beschädigung der Eier führt. Sie brüten im geschlossenen Kasten oder Korb. Zum Auspolstern wird gerne Kokosfaser benutzt. Tagsüber wechseln sich die Eltern ab, Nachts brüten Beide.

Achtung:

Niemals Jungvögel unter 12 Monaten brüten lassen !!Das kann zu Verlusten führen.Daher bei jungen Tieren kein Nest in die Voliere hängen.

Gelege : 4 -7 Eier
Brutdauer : 12 - 14 Tage

Die Jungvögel werden mit ca. 3 Wochen flügge. Mehr als 2 - 3 Bruten pro Jahr sollte man den Tieren nicht zumuten. Daher dann das Nest entfernen,sparsam ernähren ( nur Saaten ), kein Eifutter, Lichtmenge herunterfahren .Evtl. kann man auch die Eier gegen Plastikeier austauschen. Die Tiere dann trotzdem ca. 14 Tagen auf den Plastikeiern brüten lassen. Falls sie das Gelege dann nicht selbst aufgeben, das Nest mit den Plastikeiern nach spätestens 21 Tagen entfernen. Diese Ersatzeier gibt es im Zoohandel. Während der Brut sollte man abwechslungsreich füttern und auch Eifutter reichen. Ebenso Kalk anbieten, wie Kalkstein, Sepiaschale und gekochte, zerstoßene Hühnereischale. Die Henne braucht zur Eierproduktion viel Kalk und Mineralien.
Japanische Mövchen werden gerne als Ammen für die Aufzucht von heiklen, anderen Vögeln benutzt. Sie brüten zuverlässig und ziehen die Jungen vorbildlich auf. Selbst fremde, flügge Vögel werden mitgefüttert. Ältere Jungvögel beteiligen sich sogar an der Fütterung der jungen Geschwister. Doch sollte die Ammenzucht eine Ausnahme sein und nur im Notfall gemacht werden. Solch aufgezogenen Jungvögel sind fehlgeprägt. Das kann nicht der Sinn einer vernünftigen Zucht sein.

Mauser: Meist im Spätsommer. Die Mauser ist keine Krankheit. Aber in der Zeit braucht der Vogel hochwertiges Futter, Kalk, Mineralien und Eifutter.

Geschlecht: Hahn oder Henne? Das kann man bei den Japanischen Mövchen nur durch den Balzgesang der Hähne unterscheiden. Dabei streckt der Hahn den Kopf und bewegt ihn Hin und Her. Der Schnabel wird aufgesperrt und meist plustert er sich dabei auf.

Lautstärke und Temperament : Mövchen sind eigentlich relativ leise Tiere. Selbst der Gesang des Hahns ist nicht laut. Es sind sehr friedliche, leise Hausgenossen, die dicht aneinandergekuschelt schlafen und dabei oft die Füßchen ineinander verharken. Sie sind nicht mit Zebrafinken zu vergleichen, die laut und recht ruppig werden können und zum Beispiel auch Kanarien bei der Brut stören.

Farbschläge : Einige Beispiele sind gescheckte Tiere, geperlte, nougatfarbige, Falben usw... Hauben kommen auch vor.

Fazit: Japanische Mövchen sind sicherlich Vögel für Anfänger in der Prachtfinkenhaltung, nicht unbedingt für Anfänger in der Vogelhaltung.
Natürlich stellen sie, wie alle Tiere, Anforderungen an ihren Halte. Es gibt keine grellen Farben, aber genau das finde ich so reizvoll. Sie sind absolut liebenswerte Tiere.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne im Forum dieser Homepage zur Verfügung und werde sie nach bestem Wissen beantworten.

 

 


 
 
 
   
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